CEO verzweifelt - IT freut sich

Ein verzweifelter Geschäftsführer eines mittelständischen Fertigungsunternehmens mit circa 60 Mitarbeitern, der einer ebenfalls mittelständisch geprägten Holding angehört, kam deutlich auf Doktor ERpel zu und beklagte sich bitter über seine IT Kosten. Veraltete Arbeitsplatzrechner sollten durch „Workplace-as-a-Service“ ersetzt werden, zu schlanken 100.000 Euro im Jahr.


“Hohe Kosten, geringer Nutzen“


Und weil der IT-Dienstleister der Holding gerade dabei war, schlug er noch weitere Investitionen vor: neue Serverbetriebssysteme, neue Archivsysteme, die Einführung von MS Office 365 inklusive E-Mail, einen Content Server, einen ECTR-Server (Dr. ERPel weiß nicht was das ist), eine Videoüberwachung, ein zentrales Passwortmanagementsystem und eine Verwaltung mobiler Geräte. Macht noch mal circa 70.000 Euro. Gemeinsam mit dem CEO fragt sich Dr. ERPel, wo der Nutzen in diesen extrem hohen Kosten liegt. Das ist sehr schnell klar: der IT Dienstleister will leben (und vereinfacht sich durch die Umstellung den Administrationsaufwand erheblich) und Microsoft will alle Nutzer von Windows, Office und Outlook in langfristige Abhängigkeitsverhältnisse bringen. Die freuen sich auch! Nicht freuen kann sich hingegen der CEO, denn diese Kosten kann er kaum auf seine Kunden umlegen, da sie auch keinen Business Nutzen erbringen.


„Wo sind die Alternativen?“
 

Dr. ERPel meint: Es gibt inzwischen ausreichend Alternativen zu diesen nahezu nutzlosen Investitionen beziehungsweise Betriebskosten. Niemand muss mehr vor einem hässlichen Windows Rechner sitzen. Jeder kann auf zuverlässigere und langlebigere Apple Hardware umsteigen. Betriebssystem und Office Paket gibt‘s umsonst dazu. Die Cloud-Anbindung würde Dr. ERPel getrennt aussuchen. Für serverseitige Aufgaben sollte überwiegend Linux und Open Source verwendet werden - wie es die Profis auch machen.
 

„Machen Sie es wie die Profis - setzen Sie auf Linux im Backend“
 

Dr. ERPel wünscht den CEOs mehr Mut dazu, die Frage nach dem Businessnutzen lauter und deutlicher zustellen. Darauf haben viele IT-Dienstleister und vor allem Microsoft keine zufriedenstellende Antwort parat!

 

Jetzt wird sicher wieder lamentiert, das alle Angebote mit Word erstellt werden und die Controlling Funktionen von Excel unübertrefflich seien. Diesen Kleingeistern kann Doktor ERPel nur zurufen: Excel ist im Big Data Zeitalter völlig überfordert und Angebotserstellung in Word deutet auf mangelnde ERP-Reife im Unternehmen. Lassen Sie sich nicht länger von Ihrem IT-Leiter bevormunden!