Wir regeln das schon

Der Lübecker Armaturenhersteller Mankenberg nutzt das prozessorientiert arbeitende Auftragsmanagementsystem ams.erp, um sein Projektgeschäft wirtschaftlich zu steuern.

Als Spezialist für Industriearmaturen hat sich Mankenberg weltweit den Ruf erworben, auch ausgefallenere Kundenwünsche passgenau erfüllen zu können. Ob selbsttätige Regelventile für Raffinerien oder Präzisionsregler für die Pharmabranche – in nahezu allen Indus-
triezweigen regeln die Produkte des 1885 gegründeten Unternehmens Druck und Niveau. Insgesamt wickelt Mankenberg rund 7.200 Aufträge im Jahr ab. Während Standardventile innerhalb von 48 Stunden geliefert werden, kommen Engineering-intensive Investitionsaufträge auf Laufzeiten von bis zu einem Jahr und länger. 

Um als mittelständisches Unternehmen den Überblick zu behalten, arbeiten die Hanseaten seit 2002 mit dem integrierten Auftragsmanagementsystem ams.erp. Die speziell für die Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung ausgelegte Business-Software vernetzt die Prozessbereiche Fertigung, Disposition, Einkauf, Materialwirtschaft, Montage, Versand und Servicemanagement in einer durchgängigen IT-Lösung. Hinzu kommen die Bereiche Finanzbuchhaltung, Personalwesen, Controlling, Zeitwirtschaft und Dokumentenmanagement. Mankenberg nutzt die integrierte Sicht auf seine Wertschöpfung, um seine Liefertermine zu halten und die Aufträge wirtschaftlich zum Erfolg zu führen.

Absolute Prozesstransparenz 

Über die Fähigkeit zur auftragsbezogenen Sonderfertigung hebt sich Mankenberg vom Mitbewerb ab. Letzterer konzentriert sich in erster Linie auf den Bau von Standardprodukten. Standardartikel haben die Lübecker zwar ebenfalls im Portfolio, doch insbesondere dann, wenn Spezialanfertigungen gefragt sind, gilt das Unternehmen vielen Auftraggebern als erste Adresse. „Unser ausgereiftes Ingenieurwissen ist unser größtes Kapital“, sagt Geschäftsführer Axel Weidner. „Doch um dieses Know-how gewinnbringend einzusetzen, brauchen wir eine umfassende Sicht auf unsere Aufträge. Vom Vertrieb bis zur Endkontrolle müssen sich alle Arbeitsgänge und Termine tagesaktuell verfolgen lassen. Nur dann können wir die unterschiedlichen Projekte effizient organisieren und bei Bedarf wirksam umsteuern.“

Die dazu erforderlichen Informationen hat sich Mankenberg durch die konsequente Zentralisierung seiner IT-Systeme erschlossen. Das Rückgrat der durchgängigen Informationsverarbeitung bildet die branchenspezifische Enterprise Resource Planning-(ERP-)Lösung ams.erp, die der Armaturenhersteller 2002 eingeführt hat und seither schrittweise ausbaut. Mit Erfolg. „Unseren Kunden können wir jederzeit präzise sagen, wie es um den Projektfortschritt steht und wann wir liefern werden“, beschreibt Axel Weidner einen der zentralen Mehrwerte der durchgängigen ERP-Lösung.

Mitlaufende Kalkulation

Grundlage dafür bildet die gemeinsame Datenhaltung entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Hierbei bildet ams.erp die zentrale Datendrehscheibe für alle Vertriebs-, Entwicklungs-, Produktions-, Logistik- und Kundenprozesse im Unternehmen. Zusätzlich zur fortlaufenden Ermittlung des Fertigstellungsgrads nutzt Mankenberg die daraus resultierende Transparenz dazu, die Kosten der laufenden Aufträge zu ermitteln. Auftragsbegleitend erhalten die verantwortlichen Mitarbeiter darüber Auskunft, inwieweit die Fertigungsprojekte noch im ursprünglichen Zeit- und Budgetplan liegen.

Im Sinne einer kontinuierlichen Prozessverbesserung interessieren sie sich dabei vor allem für die Abweichungen. „In der Fertigung erstellen wir uns jeden Tag aufs Neue eine Übersicht der Buchungen, die unsere Zeitvorgaben spürbar gerissen haben“, erläutert Fertigungsleiter Sven Kretzschmar-Hagelstein. Hier permanent am Ball zu bleiben, so der erfahrene Ingenieur weiter, sei extrem wichtig. Am jeweils nächsten Tag bekomme man im Gespräch mit den Mitarbeitern noch sehr gut heraus, was zu den entsprechenden Buchungen geführt hat. Spätestens nach einer Woche werde es dann jedoch ungleich schwieriger, die Gründe für eine Planabweichung noch rekonstruieren zu können.

„Ursachen für Abweichungen können ganz profane Dinge sein, wie etwa, dass ein Bohrer abgebrochen ist oder dass eine Arbeitsunterbrechung schlicht und ergreifend nicht gebucht wurde“, erklärt Sven Kretzschmar-Hagelstein. „Was uns aber viel stärker interessiert, sind all diejenigen Arbeitsgänge, bei denen die kalkulierten Zeiten bereits aus rein prozessbezogenen Gründen nicht gereicht haben.“ Auch bei Standardventilen seien solche IST-Informationen extrem wichtig. Nur dann könne man fortgesetzt beurteilen, inwiefern sich die unterschiedlichen Artikel tatsächlich kostendeckend fertigen lassen. Treten Diskrepanzen auf, so prüfe man, an welchen Stellen der Prozesskette sich die Kosten gegebenenfalls noch senken lassen oder ob sich unter Umständen auch eine konstruktive Überarbeitung der jeweiligen Baureihe lohnt.

Vor diesem Hintergrund hält Fertigungsleiter Sven Kretzschmar-Hagelstein fest: „Für uns ist die mitlaufende Kalkulation von ams ein außerordentlich wichtiges Werkzeug, um herauszufinden: Wo genau verdienen wir unser Geld? Und wo nicht?“ Außerordentlich wichtig sei dies gerade auch bei der Beurteilung von Sonderlösungen. Vor allem dann, wenn Lösungen verkauft werden, für die zum Zeitpunkt des Auftragseingangs keinerlei Zeichnungen und Stücklisten vorliegen. Hier helfe das integrierte Auftragsmanagementsystem, die Risiken eines solchen Projektes auf ein handhabbares Maß zu begrenzen.

Einsatz von Dashboards

Ungeachtet seiner bereits sechzehnjährigen Erfahrung mit ams.erp treibt Mankenberg den Ausbau seiner ERP-Lösung weiter voran. Eine der wichtigsten Neuerungen der jüngeren Vergangenheit war die Einführung von Controlling-Dashboards, die projektübergreifend auf die Auftragsinformationen in ams.erp zugreifen und wichtige Geschäftskennzahlen in Echtzeit aufbereiten. Die Kennzahlen dienen der Überwachung wichtiger Meilensteine in den Projekten, dem unternehmensweiten Kapazitäts- und Materialmanagement sowie der Budgetüberwachung und der Prognoserechnung. Mankenberg nutzt die Informationen als Gesprächs- und Entscheidungsgrundlage der Steuerungsrunden, zu denen sich die Geschäftsführung und die Bereichsleiter einmal in der Woche zusammensetzen. 

Die Dashboards seien ein besonders gutes Beispiel dafür, welchen Mehrwert das integrierte Auftragsmanagement für das laufende Projektgeschäft bringt, hebt Geschäftsführer Axel Weidner abschließend hervor und erläutert dies am Beispiel der Termintreue in den Projekten: „Im Umgang mit unseren Kunden spielen unsere Lieferzusagen eine zentrale Rolle. Durch das ERP-System haben wir eine unternehmensweite Lieferübersicht, mit der wir unsere Termintreue sichern. Gleichzeitig bekommen wir fortgesetzt Hinweise darauf, wo in unserer Wertschöpfungskette Prozessoptimierungen möglich sind. Mit diesen Informationen etablieren wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit als Spezialist für selbsttätige Regelventile.“

Kontakt:
ams.Solution AG
Ein Unternehmen der ams.group
Rathausstraße 1
41564 Kaarst
Tel.: +49 2131 40669 0
www.ams-erp.com