Wird Microsoft immer schlimmer?

Dr. ERPel fallen auf Anhieb mehrere Erfindungen von Microsoft ein, die er klasse findet. So ist die Hololens das state-of-the-art-Produkt für VR-Anwendungen. Die leider wieder eingestellte Gestenerkennung Kinect war sogar sensationell. Nun konzentriert sich der Konzern aus Redmond wieder auf das, was er am besten kann. Nein, ich meine nicht die Weiterentwicklung von Betriebssystemen und Office-Produkten, sondern die Möglichkeiten, den Kunden das Geld durch wiederkehrende 
Lizenzzahlungen aus der Tasche zu ziehen.

"Microsoft kann am besten den Kunden das Geld aus der Tasche ziehen"

Fragestellungen wie Softwarequalität, Verbesserung von Produktivität für den Anwender, Wartbarkeit für den Administrator oder gar Innovationen - alles Themen, bei denen Microsoft kein Vorreiter ist. Dr. ERPel ermittelt immer amüsiert die Wartezeit einer Zuhörergruppe, bis es einem Powerpoint-Vortragenden endlich mit der Maus gelingt, das winzige Quadrat unten rechts zu finden, mit dem die Präsentation gestartet wird - immerhin die meistbenutzte Funktion haben die Entwickler hier in einer Batterie nahezu gleich aussehender Mini-Tasten versteckt. Auch über die Tatsache, dass in Word-Tabellen nicht gerechnet werden kann, kann Dr. ERPel nur lächeln.
Doch nun nimmt die Diskussion um die Qualität von Microsoftprodukten eine neue Dimension ein, denn jetzt geht es um die Cloud. 

"Microsoft lässt Daten verschwinden und löscht Datenbanken"

Am 29. Januar 2019 fiel die Microsoft-Azure-Cloud für fünf Minuten aus. Anwendungen und Datenbanken waren nicht erreichbar und viel schlimmer, ein automatischer Dienst löschte in dieser Zeit sogar Datenbanken - ohne dass es die Möglichkeit eines Backups oder gar einer Recovery-Strategie gab. Daten, die in dieser Zeit eingegeben oder geändert wurden, waren unrettbar verloren - ein absolutes Desaster und ein Bärendienst für das im Mittelstand ohnehin geringe Vertrauen in die Cloud.

"Langsam wacht die Community auf"

Doch der Gegenwind wird stärker. Sogar kommunale IT-Dienstleister, die bisher nicht durch ihre Aufmüpfigkeit aufgefallen sind, diskutieren die -nicht erkennbare- Release- und Supportstrategie und stellen offen die Eignung von Windows 10 als tragende Säule der Softwarelandschaft in den Ämtern infrage, übrigens auch aus Sicherheitsbedenken.

Dr. ERPel meint: Das große Glück für Microsoft ist, dass der einzige potenziell ernstzunehmende Konkurrent, nämlich Apple, noch unzuverlässiger ist und traditionell gar keine Release- und Supportstrategie veröffentlicht - vermutlich weil es sie bei den Flipflop-Trägern aus Cupertino gar nicht gibt. Weil Apple schläft, müssen Microsoft-Kunden weiter leiden - wach auf, Tim Apple!