Doppelmayr/Garaventa befördert mit IFS Applications die Datentransparenz auf neue Höhen

Der bekannte Spezialist für Seilbahnsysteme Doppelmayr/Garaventa baut mit IFS Applications™ ein gruppenweit einheitliches ERP-System auf. Die Software wurde bereits in den Kernländern und an weiteren internationalen Standorten des Unternehmens eingeführt und sorgt dort für eine deutlich erhöhte Transparenz und integrierte Prozesse. Das macht sich nicht nur im operativen Geschäft, sondern auch im Management bemerkbar.

Projektsteuerung ist für die österreichisch-schweizerische Doppelmayr/Garaventa Gruppe von geschäftskritischer Bedeutung. Der Auftragsfertiger stellt in komplexen Projekten Seilbahnen für Kunden aus aller Welt her und unterliegt dabei in aller Regel engen Lieferplänen. Dabei weist das Unternehmen eine hohe Eigenfertigungsquote auf und muss seine Projekte oft über mehrere internationale Standorte hinweg koordinieren. Eine exakte Planung, Steuerung und Überwachung sämtlicher Projektaktivitäten ist deshalb unerlässlich. 

In der Vergangenheit erledigte Doppelmayr/Garaventa diese Aufgaben mit Hilfe einer heterogenen Systemlandschaft, die aus einem Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS) sowie zahlreichen Zusatzprogrammen bestand. Diese Zusatzprogramme ließen sich aber irgendwann nur noch mit viel Aufwand weiterentwickeln. Außerdem erreichte das PPS das Ende seines Lebenszyklus und musste deshalb ausgetauscht werden. Das nahm Doppelmayr/Garaventa zum Anlass, gruppenweit ein einheitliches ERP-System einzuführen. „Wir wollten das gesamte Unternehmen auf denselben Stand heben und unsere Systemlandschaft konsolidieren“, erläutert István Szalai, Management Doppelmayr/Garaventa Gruppe. „Unser Ziel war, mit einer durchgängigen Softwarelösung die Transparenz zu erhöhen und damit die Planung und Steuerung unserer Projekte weiter zu optimieren.“


 


Einführung in mehreren Schritten umgesetzt

Nach einem umfangreichen Auswahlprozess entschied sich Doppelmayr/Garaventa dafür, das ERP-System IFS Applications des Anbieters IFS einzuführen. „Die projektorientierte Fertigung zählt zu den Kerngebieten von IFS, weshalb IFS Applications über leistungsstarke Komponenten für Projekt- und Produktionssteuerung verfügt. Das war für uns ganz entscheidend“, begründet der Szalai. „Außerdem hat uns überzeugt, dass die Software gezielt für den internationalen Einsatz konzipiert ist und sich mit ihren Multi- und Inter-Site-Funktionen Prozesse über die verschiedensten Standorte hinweg effizient steuern lassen“.

Die Einführung dieses ERP-Systems setzte Doppelmayr/Garaventa in mehreren Schritten um. Den Auftakt bildete eine Pilotinstallation in der Schweiz. Anschließend wurde IFS Applications an sämtlichen Standorten in der Schweiz, in Österreich und in Italien implementiert, die die Kernländer der Gruppe bilden. Diese Standorte wurden dann in der Folge auf eine inzwischen erschienene neuere Version der Software umgestellt, die unter anderem eine modernere Benutzeroberfläche mitbrachte. Nach diesem Upgrade wurde IFS Applications auch auf die Standorte des Unternehmens in den USA und in Kanada ausgerollt.

Eine zentrale Herausforderung bei der Einführung der Software war die Erfüllung der gesetzlichen Regularien in den verschiedenen Ländern. Vor allem im Rechnungswesen war Doppelmayr/Garaventa mit teilweise stark unterschiedlichen Anforderungen konfrontiert, die sich beispielsweise aus den lokalen Steuerregelungen ergeben. Unterstützt wurde Doppelmayr/Garaventa dabei vom internationalen Implementierungsnetzwerk des Softwareanbieters. Er konnte dem Unternehmen direkt vor Ort Spezialisten zur Verfügung stellen, die mit den dortigen Gegebenheiten vertraut sind. „Wenn man eine ERP-Software international ausrollt, braucht man einfach eine Organisation wie IFS, die weltweit aufgestellt ist und das nötige lokale Know-how mitbringt“, sagt Szalai. Als wesentlicher Erfolgsfaktor erwies sich außerdem die Strategie von Doppelmayr, die Mitarbeiter von Anfang an in das Design der Lösung einzubinden. „Die Pilotlösung haben wir gemeinsam mit den Fachabteilungen erarbeitet und dazu auch Mitarbeiter von anderen Standorten ins Boot geholt. So wussten sie bereits, wie die Lösung aussehen wird, als sie dann auf ihre Standorte ausgerollt wurde“, erläutert Szalai. 


Deutlich verbesserter Informationsstand

Heute kommt IFS Applications an rund 25 Standorten von Doppelmayr/Garaventa zum Einsatz und wird von über 1.500 Mitarbeitern genutzt. Dabei profitieren sie vor allem von gestiegener Transparenz, Aktualität und Verfügbarkeit der Daten. „Der Informationsstand im Unternehmen hat sich gegenüber der alten heterogenen Systemlandschaft deutlich verbessert“, resümiert Szalai. „Die Verantwortlichen können sich wesentlich schneller und einfacher ein Bild über den Stand eines Projekts machen. In der Vergangenheit mussten sie sich die nötigen Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen zusammensuchen, jetzt sind sie alle in einem System vorhanden.“

So kann etwa die Auftragsleitstelle sämtliche Projekte integriert nachverfolgen. Sie sieht auf einen Blick den aktuellen Stand von Engineering, Beschaffung oder Fertigung und kann erkennen, ob alle nötigen Teile rechtzeitig zum Versandtermin bereitstehen. Drohende Fehlentwicklungen kann sie sofort erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten – etwa wenn eine Rückmeldung aus der Fertigung verspätet erfolgt oder das Qualitätsmanagement meldet, dass ein Lieferant Materialien nicht in ausreichender Güte geliefert hat. In solchen Fällen hat die Auftragsleitstelle dann die Möglichkeit, beispielsweise Ressourcen neu zuzuweisen oder Umplanungen vorzunehmen.


 

Aber nicht nur im operativen Geschäft, auch bei der Unternehmenssteuerung macht sich die größere Transparenz durch das einheitliche ERP-System deutlich bemerkbar. „Wenn das oberste Management bestimmte Kennzahlen möchte, ist es heute kein Problem mehr, einen entsprechenden Report zusammen zu stellen“, sagt der Szalai. „Mit unserer alten Systemlandschaft war das – wenn überhaupt – nur sehr schwer und mit langer Bearbeitungsdauer
möglich.“


Weitere Rollouts und Upgrade geplant

Noch hat Doppelmayr/Garaventa das Ziel eines gruppenweit einheitlichen ERP-Systems nicht ganz erreicht. Als nächste Schritte sind deshalb Rollouts von IFS
Applications auf weitere Standorte, unter anderem in
China, bereits geplant. Außerdem wird das Unternehmen auf eine aktuellere Version der Software upgraden, um von deren umfassend erweiterten Service-Management-Funktionen zu profitieren. Diesen Schritt will Doppelmayr/Garaventa dann auch gleich dazu nutzen, sich von einigen individuellen Anpassungen in IFS Applications zu verabschieden. „Wir werden beim Umstieg auf die neue Version viele Anpassungen auf den Prüfstand stellen“, so Szalai. „Wir haben inzwischen mehr Erfahrung mit dem Einsatz eines ERP-Systems und werden deshalb hinterfragen, welche Anpassungen wir wirklich brauchen und welche der individuellen Prozesse wir vielleicht künftig besser mit dem Industriestandard umsetzen können, wie er in
IFS Applications abgebildet ist.“

„Die Verantwortlichen können sich wesentlich schneller und einfacher ein Bild über den Stand eines Projekts machen. In der Vergangenheit mussten sie sich die nötigen Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen zusammensuchen, jetzt sind sie alle in einem System vorhanden.“

István Szalai, Management Doppelmayr/Garaventa Gruppe

 

Doppelmayr/Garaventa

Die Doppelmayr/​Garaventa Gruppe ist Qualitäts-, Technologie- und Marktführer im Seilbahnbau. Bis heute realisierte das Unternehmen über 15.000 Seilbahnsysteme für Kunden in 95 Staaten. Die Gruppe hat ihren Hauptsitz im österreichischen Wolfurt und betreibt Produktionsstandorte sowie Vertriebs- und Serviceniederlassungen in mehr als 40 Ländern der Welt. Doppelmayr/Garaventa beschäftigt weltweit 2.933 Mitarbeiter, 1.462 davon in Österreich und 384 in der Schweiz.
www.doppelmayr.com

 

Kontakt
IFS Deutschland GmbH & Co. KG
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