Ein ERP für Produktion, Logistik und die Mitarbeiter

Dass eine leistungsfähige Unternehmens-IT Bereiche wie Produktion und Logistik in Einklang bringt, ist selbstverständlich. Wenn sie obendrein nicht nur versierten Usern, sondern auch wenig Software-affinen Mitarbeitern die Arbeit erleichtert, beschleunigt das viele Abläufe und steigert sowohl die Produktivität, als auch die Akzeptanz der Lösung. Beim Münsteraner Traditionsbetrieb Stricker ist all das gelungen: Eine Software für Enterprise Resource Planning (ERP) von Infor hat dort die Präzision von Logistik und Fertigung spürbar gesteigert. Mit Applikationen wie dem integrierten Produktkonfigurator gelang es zudem, kritische Unternehmensprozesse nachhaltig zu modernisieren. Dank einer einfach zu bedienenden Oberfläche sowie einer übersichtlich strukturierten IT-Landschaft geht den Mitarbeitern das Tagesgeschäft heute flotter von der Hand.

Weniger ist mehr
Die IT im Unternehmen – das war dem Geschäftsführer Wolfgang Stricker bereits 2010 klar – muss dauerhaft unkomplizierter werden, damit die Mitarbeiter mit dem immer schneller und komplexer werdenden Tagesgeschäft umgehen können. Stricker dazu: „Je mehr Nutzeroberflächen und Logiken es im Unternehmen gibt, desto schwieriger wird der Alltag für die Mitarbeiter. Das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit sollen sich auf wenige und einfache Anwendungen fokussieren.“ In der 80-jährigen Unternehmensgeschichte erweiterte die Stricker GmbH & Co. KG laufend ihre Kompetenzen, Geschäftsbereiche und Absatzräume. Heute sprechen wir von einem Spezialisten für Gummitechnologie, Torsysteme sowie Arbeitswelt und Industrietechnik, der individuelle Produkte entwickelt, produziert und mit ihnen handelt. Da das Geschäft an sich schon komplex genug ist, erschien es Stricker sinnvoll, die User mit wenigen Programmen zu konfrontieren, die relevante Informationen schnell bereitstellen. „Wenn ein Mitarbeiter 20 Minuten benötigt, um eine Datei oder eine Information zu finden, kostet uns das einfach viel zuviel Geld“, bringt der Geschäftsführer es auf den Punkt.

Nur drei Programme sind im Einsatz: Eine BPM-Applikation erledigt das Prozessdesign und Qualitätsmanagement, eine Dokumentenmanagementlösung unterstützt bei der Verwaltung digitaler Unterlagen. Seit 2011 kommen zudem Infor LN und Infor BI unter einer gemeinsamen Oberfläche zum Einsatz: Für den Nutzer fühlt sich das an, als wäre es nur eine einzige Lösung. Es sind keine weiteren Module – etwa für CRM oder Lagerverwaltung angedockt. Das Unternehmen wickelt solche Aufgabenbereiche komplett über Infor LN ab. Mit Erfolg – seit fünf Jahren ist das ERP-System im Betrieb.

Im Auswahlprozess gepunktet
Stricker hatte vor sechs Jahren nach einer Standardlösung gesucht, mit der das in die Jahre gekommene Warenwirtschaftssystem abgelöst werden konnte. Infor LN überzeugte das Unternehmen mit der vollständigsten Abdeckung des Pflichtenhefts mit über 1.500 Einzelanforderungspunkten. Mit der Ablösung wurden Vertrieb, Materialwirtschaft, Logistik, Produktionssteuerung und das Rechnungswesen in einem integrierten System ohne zusätzliche Schnittstellen zusammengeführt.

Nicht nur in der Produktion, auch im Geschäftsbereich Handel bringt Infor LN umfangreiche Standardfunktionen mit. So lassen sich kundenspezifische Produktsortimente und Rabattstrukturen abbilden. Das ERP-System unterstützt mit Infor Barcode auch belegloses Kommissionieren, was die Prozesse bei Stricker deutlich verbessert und beschleunigt hat. Auch im Wareneingang und in der Disposition von Bestellungen im technischen Handel sind die Prozesse schneller und fehlerfreier geworden. Alle relevanten Abteilungen im Unternehmen wissen zeitgleich, welche Waren eingegangen und welche abholbereit sind. Damit kann Stricker den Lagerbestand reduzieren, die Verfügbarkeit der benötigten Produkte sicherstellen und möglichst viele Kundenwunschtermine pünktlich realisieren. 

Um bei allen Neuerungen die Unternehmensziele und die tatsächliche Leistung beurteilen zu können, hat sich Stricker zudem für Infor BI entschieden. Die Performance-Management-Suite stellt über ihre OLAP-Funktionalität umfangreichen Support für Planung, Reporting und Analyse bereit und lässt sich unkompliziert mit Infor LN integrieren. Die individualisierbaren Dashboards bieten dabei allen Anwendern – von den Fachleuten im Controlling bis zum Empfänger von schlanken Standardberichten in Fachabteilungen und im Management – die erforderliche Detailtiefe an Informationen. Schwerpunkttechnisch wird bei Stricker Infor BI in der Vertriebssteuerung eingesetzt und stellt hier ein bisher nicht gekanntes Maß an individueller Transparenz tagesaktuell bereit. 

Präzision, Transparenz und Einfachheit
Seit die Lösung live ging, sind bis heute fünf Jahre vergangen: Die Erwartungen wurden erfüllt. Mit Infor, erklärt Wolfgang Stricker, ist die Lieferpräzision gestiegen. „Wir liefern heute spürbar pünktlicher. Die Qualität der Logistik hat insgesamt zugenommen. Die Kommunikation mit den Lieferanten, der eigenen Fertigung und den Kunden zu synchronisieren, ist schwieriger als man denken mag.“

Früher erfuhr Stricker teilweise erst am Liefertermin telefonisch, dass bestellte Teile nicht eintreffen würden. Das brachte alle Pläne durcheinander, von der internen Produktionsauslastung bis zum Endabnehmer, der länger auf das bestellte Produkt warten musste. Heute erfahren die involvierten Abteilungen durch die Transparenz im eigenen System viel schneller von solchen Problemen. Infor LN liefert zeitnah die notwendigen Informationen – so kann Stricker beispielsweise auf andere Lieferanten ausweichen. „Wenige Stunden können manchmal entscheidend sein, wenn es darum geht, Schaden einzudämmen“, so Wolfgang Stricker.

Transparenz und einen Geschwindigkeitsvorteil liefert auch der integrierte Produktkonfigurator, mit dem die Stücklisten für individuelle Produkte zusammengestellt werden. „Im Bereich Gummitechnologie funktioniert das heute bereits exzellent“, freut sich der Geschäftsführer. „Der händische und der kommunikative Aufwand ist trotz gestiegener Variantenvielfalt viel geringer.“ Bestellt ein Kunde einen Wellenkantengurt, so kombiniert der Produktkonfigurator die Komponenten und verbindet sie sauber mit den Stücklisten, von der Bestellung bis zur Nachkalkulation. So sparen die Mitarbeiter jeden Tag Zeit.

Der Weg ist das Ziel
Im Produktbereich Tore muss die nötige Vorarbeit für den Konfigurator noch geleistet werden. Nicht weniger als 600 Komponenten stehen insgesamt zur Auswahl. Für ein bestimmtes Tor können etwa 200 Komponenten nötig sein. Egal, ob es um den Motor geht, um Lichtgitter, Tormaße oder Fenster: Eine Baugruppe schafft Bedingungen für die nächste. So bestimmen etwa die Maße des Tores den verwendeten Motor – die Mitarbeiter kennen die dahinterstehende Logik, doch dem Produktkonfigurator gilt es den Algorithmus erst nach und nach beizubringen. „Hier müssen die Anwender mitziehen“, erklärt der Geschäftsführer. „Wenn man alles noch so macht wie früher – per Papier und Excel – bleiben die Möglichkeiten des Systems ungenutzt.“

Business Intelligence für jedermann
Um die verschiedenen Unternehmensbereiche zu analysieren und um Planung und Reporting abzuwickeln, nutzt Stricker Infor BI. Die Lösung sorgt zuverlässig für Transparenz bei Kosten, Margen und Umsätzen. „Dank Infor BI sind unsere Mitarbeiter besser informiert – eine echte Hilfe im Tagesgeschäft, wenn es zum Beispiel um die aktuelle Entwicklung bestimmter Warengruppen geht. Diese Daten können auch von Mitarbeitern komfortabel genutzt werden, die keine IT-Profis sind.“ Der Grund: Die Oberfläche der Software ermöglicht ein intuitives Zusammenstellen von Analyse-Dashboards, zugeschnitten auf die Arbeitsbereiche verschiedener Mitarbeiter.

„Manchmal kann es eine Herausforderung sein, alle User dazu zu bringen, sich an neue Prozesse zu halten“, räumt Wolfgang Stricker ein. „Das ist eine zentrale Herausforderung beim Umstieg der Unternehmen auf modernere Technologien: Menschen unterschiedlicher Generationen und Qualifikationen müssen mit derselben Technologie arbeiten. Eine IT-Umgebung aus einem Guss kann eine Triebfeder für die Erreichung dieses Ziels sein.“

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