Eickhoff treibt mit moderner Softwarelösung seinen Service an

Die Gbr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH, Spezialist für Bergbau- und Antriebstechnik, hat die Lösung IFS Field Service Management™ eingeführt, um sich für weiteres Wachstum im Service zu wappnen. Mit der neuen Service Management-Software konnte das Traditionsunternehmen seine Inselsysteme durch eine zentrale Plattform ersetzen und für effiziente Serviceprozesse sorgen.

Der Service hat bei Eickhoff geschäftskritische Bedeutung – und das in doppelter Hinsicht. Das Traditionsunternehmen ist in zwei zentralen Bereichen aktiv, in denen Dienstleistungen jeweils eine entscheidende Rolle spielen. Im Bereich Bergbautechnik stellt Eickhoff Hochleistungsgewinnungsmaschinen für den untertägigen Bergbau her. Um Ausfälle zu minimieren, muss ihnen ein Service zur Seite stehen, der sofort auf eventuelle Auffälligkeiten im Betrieb reagieren kann. Im Bereich Antriebstechnik produziert Eickhoff Getriebe für die unterschiedlichsten Einsatz-zwecke. „Hier bildet der Service ein eigenständiges Geschäftsmodell, mit dem wir unmittelbar zusätzliche Umsätze generieren“, erläutert Dr. Christian Gierga, Leiter Service bei Eickhoff.

Diese große Bedeutung spiegelt sich in der Serviceorganisation des Unternehmens wider. Es verfügt nicht nur über zahlreiche Servicetechniker am Firmensitz in Bochum, sondern auch über neun weltweite Tochtergesellschaften. Sie stehen den zahlreichen internationalen Kunden von Eickhoff direkt vor Ort mit Servicedienstleistungen zur Verfügung.
 

Steigende Komplexität nicht mehr beherrschbar

Die IT--Systeme, mit der Eickhoff den Service viele Jahre unterstützte, stießen allerdings jüngst an ihre Grenzen. Sie basierten im wesentlichen auf eigenentwickelten Datenbanken, in denen das Unternehmen jeweils Informatio-
nen zu seinen Maschinen und Antrieben ablegte, und die mit den wachsenden Ansprüchen nicht mehr Schritt halten konnten. „Die steigende Komplexität im Service war mit den diversen Datenbanken und unseren heterogenen Systemen nicht mehr beherrsch-bar“, fasst Dietmar Schmitz, Leiter Produktentwicklung Service, zusammen. „Des-halb haben wir uns dazu entschlossen, alle nötigen Informationen in einem zentralen und modernen System zusammenzuführen.“ Zu diesem Zweck startete Eickhoff die Suche nach einer leistungsfähigen und dynamischen Service- Management--Lösung, um die vorhandenen Einschränkungen zu beseitigen und damit die Grundlage für weiteres Wachstum im Service zu legen.

Das neue System musste für Eickhoff einige zentrale Eigenschaften erfüllen. Dazu zählen ein Störungsmanagement, mit dem sich Auffälligkeiten von Maschinen im Feld erfassen, prozessorientiert abarbeiten und nachverfolgen lassen; ein Asset Management, das die komplexen Strukturen der Bergbaumaschinen abbilden kann und die detaillierte Nachverfolgung sämtlicher Bauteile unterstützt; ein Knowledge Management, das nötiges Wissen zentral zugänglich bereitstellt; und ein Tool, mit dem sich die Außeneinsätze der Servicetechniker steuern lassen. Um doppelte Datenhaltung zu vermeiden, musste die Software außerdem in die zahlreichen Vorsysteme von Eickhoff wie ERP, PDM, Reklamationsmanagement sowie CRM integrierbar sein. Essentiell war zudem Mehrsprachigkeit und Webfähigkeit, damit das Servicesystem darüber hinaus auch von den Mitarbeitern der internationalen Tochtergesellschaften genutzt werden kann.
 

Neue Software in der Bergbautechnik eingeführt

Am Ende fiel die Wahl der Verantwortlichen auf die Lösung IFS Field Service Management des Anbieters IFS. „IFS konnte mit seiner Service- Management- Software einen sehr hohen Erfüllungsgrad erreichen und uns dabei das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“, begründet Schmitz diese Entscheidung. In einem ersten Implementierungsschritt führte Eickhoff die Software im Bereich der Bergbautechnik ein. Als zunächst unterschätzte Herausforderung erwies sich die Sicherstellung der Datenkonsistenz. Nur wenn die Daten in den Vorsystemen sauber erfasst werden, kann das darauf aufsetzende Service Management--System wunschgemäß arbeiten. Sehr vorteilhaft erwies sich auch, dass Eickhoff zahlreiche Anwender seiner bisherigen Servicesysteme in die Implementierung involvierte. Gemeinsam wurden die Ansichten der Software gestaltet. „Das hat ganz maßgeblich zu einer hohen Anwenderzufriedenheit beigetragen“, sagt Gierga. Ein Erfolgsgarant für die Implementierung war die gute Kooperation mit dem Software-Partner: „IFS hat immer sehr flexibel und zügig reagiert. Unsere partnerschaftliche und lösungsorientierte Zusammenarbeit hat sich definitiv ausgezahlt“, so Gierga.
 

Einheitliche Sicht im Service-Bereich

Heute steht Eickhoff ein zentrales System für sämtliche Serviceprozesse im Bereich der Bergbautechnik zur Verfügung. Bei Auffälligkeiten von Maschinen im Feld melden sich die Kunden bei Eickhoff, wo ein Mitarbeiter die Meldung im System erfasst, bewertet, klassifiziert und auf Plausibilität prüft. Dazu hat er direkt innerhalb des Systems unter anderem die Möglichkeit, die Produktstruktur der Maschine detailliert einzusehen oder ihre komplette Historie abzurufen. Auf Basis dieser Informationen kann der Mitarbeiter dann die entsprechenden Entscheidungen treffen und nötige Maßnahmen einleiten. Das kann beispielsweise die Entsendung von Servicetechnikern zur Durchführung von Tests oder zum Austausch von Teilen sein, die der Mitarbeiter ebenfalls im System planen kann. Die über ein spezielles Webportal angebundenen externen Techniker und die Techniker der internationalen Tochtergesellschaften erhalten darüber alle benötigten Informationen und können Rückmeldungen an die Zentrale geben.

Sämtliche Servicefälle werden im Servicesystem nicht nur koordiniert, abgearbeitet und dokumentiert, sondern auch statistisch ausgewertet. Das eröffnet Eick- hoff wertvolle Erkenntnisse, etwa darüber, welche Meldungen besonders häufig eingehen, was die Ursachen waren oder welche Maschinen überwiegend betroffen sind.  „Durch die zentralisierte Ablage sämtlicher Informationen verfügen wir über eine  ‚Single Version of Truth‘ im Service“, so Gierga.  „Das reduziert den Aufwand, vermeidet Fehler und erhöht die Transparenz erheblich.“
 

Mobile Lösungen und Industrie 4.0-Anwendungen geplant

Derzeit führt Eickhoff das neue Service -Management- System auch im Bereich Antriebstechnik ein. Anschließend wird es weiter ausgebaut – unter anderem um mobile Lösungen für die Servicetechniker. Ein Thema, das Eickhoff ebenfalls bereits auf der Agenda hat, ist Industrie 4.0. So plant das Unternehmen unter anderem, künftig über das Internet of Things Betriebsdaten von Windkraftgetrieben und Bergbaumaschinen zu erfassen und damit eine prädiktive Wartung zu realisieren. Auch wenn derzeit noch nicht konkret feststeht, wie die Lösung am Ende aus- sehen wird: Die technischen Voraussetzungen dazu bringt die IoT--fähige Service- Management--Software von IFS bereits heute mit.

 

Gbr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH

Eickhoff ist ein global tätiges Familienunternehmen, das seit seiner Gründung 1864 in Bochum verwurzelt ist.
Kerngeschäft ist die Herstellung von Maschinen und Getrieben, die sich weltweit unter extremen Bedingungen
bewähren müssen, sei es unter Tage im Bergbau oder in hundert Metern Höhe als Windkraftgetriebe.
Dabei bietet das Traditionsunternehmen alles aus einer Hand – von Einzelteilen über Baukomponenten
bis hin zu kompletten Maschinen. Eickhoff ist mittelständisch strukturiert, agiert auf internationalen Märkten
und verfügt über Vertriebs- und Serviceeinrichtungen in aller Welt.

www.eickhoff-bochum.de

 

Kontakt

IFS Deutschland GmbH & Co. KG
Am Weichselgarten 16
91058 Erlangen
Tel.: +49 9131 7734-0 
Web: IFSworld.com/de

Bilder: © Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei