Software mit perfekten Anlagen

Die Siloanlagen Achberg GmbH & Co. KG baut auf KUMAVISION ERP für die Fertigungsindustrie

 

Wo sie stehen, könnte man sie für glänzende Edelstahl-Skulpturen halten: Die Produkte der Siloanlagen Achberg GmbH & Co. KG. Das Unternehmen stellt Lagerbehälter und Rohrleitungssysteme zur Lagerung und Förderung von Kunststoffgranulaten her. Silos, Kleinbehälter, Rohrstücke, Verbindungselemente: Es sind viele Komponenten, die für einen reibungslosen Transport der Kunststoffgranulate sorgen. Für einen ebenso flüssigen Ablauf der Unternehmensprozesse sorgt indessen die ERP-Lösung für die Industrie von KUMAVISION auf Basis Microsoft Dynamics NAV.

 

Anlagenbau ist eine komplexe Angelegenheit. Zur richtigen Herausforderung wird er aber für das ERP-System, wenn die Fertigungstiefe so hoch ist, wie bei Siloanlagen Achberg, die mit 55 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 16 Millionen Euro erwirtschaftet hat. „Die allermeisten Komponenten produzieren wir selbst – und das sind sehr viele verschiedene“, erklärt Geschäftsführer Gerd Maass. Hinzu kommen der Handel mit Rohren und die Montage von Anlagen beim Kunden vor Ort. Vor dieser inhomogenen Produktlandschaft musste das vorangegangene ERP-System kapitulieren. Umso überraschender kam die Auskunft, dass die Branchenlösung für die Industrie von KUMAVISION fast alles im Standardfunktionsumfang abdecken kann. „Wir können unser Unternehmen sehr umfangreich abbilden. Gewisse Anpassungen waren zwar erforderlich, aber keine umfangreichen“, berichtet Maass.

Kategorisierung nach Merkmalen
Vor dem Hintergrund des breit gestreuten Angebots war es erforderlich, eine klare Struktur in das Portfolio zu bringen. Die Siloanlagen Achberg hat deshalb sämtliche Artikel in Produktklassen, Produktgruppen und Merkmalsgruppen unterteilt. Beispielsweise könnte ein Artikel der Produktklasse „Rohrsysteme“ angehören und der Produktgruppe „Rohrbögen aus Edelstahl“. Auf der Ebene der Merkmalsgruppe sind dann z.B. die Parameter wie Wandstärke, Durchmesser oder Werkstoff definiert. Diese Beschreibungen des Artikels sind alle im ERP-System hinterlegt – und zwar in mehreren Sprachen. Damit der Kunde möglichst leicht die Übersicht behält, werden diese Produktbeschreibungen bereits direkt in das Angebot hineingeschrieben. 

Transparente Artikelbeschreibungen
Übersichtlicher wurde es auch bei den Artikelbeschreibungen: Um diese transparent zu gestalten, gibt es dafür Formatierungsmöglichkeiten, um beispielsweise Textpassagen hervorzuheben – im ERP-Umfeld ist dies sehr außergewöhnlich. „Ein ERP-System ist eine Datenbank und kein Textverarbeitungsprogramm“, erklärt Maass. „Aber wir haben das gemeinsam mit KUMAVISION möglich gemacht, da wir erklärungsbedürftige Artikel haben.“ 

Matrix zur Erstellung von Preislisten

Ein besonderer Wunsch der Siloanlagen Achberg war eine Übersicht zur Erstellung von Preislisten. In einer Matrix können alle Artikel ausgewählt werden, die in einer Preisliste für einen bestimmten Kunden erscheinen sollen. Das System zieht dann alle angewählten Artikel mit Beschreibung in die Preisliste, die wie ein Angebot aufgebaut ist. Dabei werden die Konditionen (Rabatte und Mengenrabatte) des jeweiligen Kunden berücksichtigt, inklusive den im Rabattsystem hinterlegten Rabattstaffeln.

Saubere Kalkulation
Transparenz gibt es mit KUMAVISION aber auch im Bereich der Kalkulation und Produktion. Zu jedem Artikel gibt es einen Arbeitsplan. Dieser ist unterteilt in Arbeitsgänge, die der jeweiligen Maschine zugeordnet sind. Diese sind wiederum in Arbeitsgruppen und Arbeitsplätze aufgefächert. Jeder Arbeitsgang wird an einem Terminal an- und abgestempelt. So sind der Aufwand und damit die Kosten für jeden Arbeitsschritt bekannt. Dadurch lässt sich allein aus Stückliste und Arbeitsplan sowie der im Artikelstamm hinterlegten Losgröße eine sehr genaue Vorkalkulation erstellen. „Preisschwankungen bei der Rohstoffbeschaffung machen eine schnellen Anpassung der Verkaufspreise notwendig. Wir können Einstandspreise ganzer Produktgruppen auf Knopfdruck berechnen lassen“, berichtet Maass.

BI und DMS im Einsatz
Besonderen Wert legt Gerd Maass auch auf die Auswertungen mit Business Intelligence (BI). Bisher stehen dabei die Umsatzzahlen im Fokus: Roherträge pro Kunde oder Kundengruppe oder auch länderbezogen. „Die Auswertung funktioniert sehr gut und ist für das Management sehr wichtig. So etwas muss ein Unternehmen unserer Größe einfach haben“, so Maass. Das Auswertungsspektrum soll daher auch Schritt für Schritt weiter ausgebaut werden. Ein weiteres Element der Unternehmenssteuerung ist das Dokumentenmanagementsystem (DMS). „Das DMS hilft uns, den Überblick zu bewahren“, berichte Maass. Pro Auftrag fallen durchschnittlich 50 Dokumente an: Bilder, Zeichnungen und E-Mails werden mit Schlagwörtern versehen und revisionssicher abgelegt. Über die Auftragsnummer oder die Schlagworte sind sie dann sehr schnell wieder aufrufbar. Auch hier ist ein Ausbau vorgesehen: Es wurde bereits begonnen, Workflows, wie beispielsweise Genehmigungsprozesse, damit zu steuern. Insgesamt bewertet Maass die Zusammenarbeit mit KUMAVISION sehr positiv: „Wir sind sowohl mit dem Projektverlauf als auch dem Ergebnis zufrieden. Hier wurden echte Fachleute eingesetzt, auf die wir uns verlassen konnten.“

Kontakt
KUMAVISION AG
Oberfischbach 3
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